14. März 2014

Fachschule für Maschinenbau Roth ehrte 12 Teilnehmer für ihre Leistungen bei der Industriemeisterprüfung

 

LANDKREIS ROTH / SCHWABACH – Die staatlich anerkannte Fachschule für Maschinenbau der Polytechnischen Gesellschaft Nürnberg (pgn) und der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken ehrte zwölf Absolventen für ihre herausragenden Leistungen bei der Industriemeisterprüfung. Eine Reihe von Grußrednern würdigte das hohe Engagement der Prüfungsteilnehmer und dankte den Lehrern und Dozenten für ihre erfolgreiche Arbeit.

Werner Häckler, der Vorsitzende der Fachschule der Polytechnischen Gesellschaft Nürnberg, Geschäftsstelle Roth, freute sich über die große Zahl der Gäste, die zur Urkundenverleihung der frisch gebackenen Industriemeister Metall erschienen waren. Er nannte die harmonische Veranstaltung – in Anlehnung an Stefan Zweig - „eine Sternstunde der Menschheit“ und war stolz auf die überdurchschnittlich guten Ergebnisse sowie auf das Erscheinen zahlreicher Vertreter des öffentlichen Lebens.

„Heute geht es um den L 85, um den Kurs der Industriemeister Metall“, sagte Werner Häckler. „Der Kurs war eine Ausnahmeerscheinung in vielerlei Hinsicht.“ Alle Absolventen seien „aus einem Guss“ gewesen: „Noch nie waren angehende Industriemeister so engagiert wie in diesem Kurs.“ Dafür sprach der Vorsitzende der pgn den zwölf jungen Meistern seine hohe Anerkennung aus.

„Vor 14 Jahren stand ich an eurer Stelle“, blickte der Landtagsabgeordnete Volker Bauer zurück, „damals habe ich als Industriemeister Elektrotechnik mein Abschlusszeugnis bekommen.“ Bauer: „Ihr seid das `Heavy Metal´ für unsere Industrie und den Wirtschaftsstandort Roth.“

„Tretet in Verantwortung, bringt jungen Menschen etwas bei“, riet Volker Bauer den Industriemeistern, „ihr seid so gefragt wie noch nie, und wir brauchen solche Leute wie euch!“ Der Landtagsabgeordnete dankte allen Dozenten, dem Schulleiter Hans Mauer und dem pgn-Vorsitzenden Werner Häckler für ihr Engagement. „Wir brauchen das Handwerk, den Mittelstand und die pgn“, schloss Volker Bauer. „Ich habe Hochachtung für die geleistete Arbeit in den letzten Jahren.“

Auch Landrat Herbert Eckstein war voll des Lobes. „Wer seinen Meister macht, gibt ein Zeichen, dass er den richtigen Beruf ergriffen hat“, unterstrich er und lobte die jungen Industriemeister: „Ihr könnt stolz sein, neben dem Beruf so etwas durchzuziehen, das ist eine riesige Leistung.“ Es sei bemerkenswert, wenn jemand konsequent „das Teamwork Lernen und Arbeiten“ praktiziere. Der Landrat wies auf den aktuellen Fachkräftemangel hin und prophezeite den Meistern gute Chancen im Beruf. Sein Dank galt auch den Ausbildern und Lehrkräften. Besonders freue es ihn, dass die Fachschule für Maschinenbau mit Hans Mauer einen neuen Schulleiter bekommen habe: „Das war eine Lebensrettung!“

„Ihr habt etwas geschafft, was nicht jeder schafft“, wandte sich Bürgermeister Ralph Edelhäußer an die frisch ernannten Industriemeister, „ihr habt ein hohes Maß an Motivation und Zähigkeit an den Tag gelegt, habt eine Gemeinschaft innerhalb eurer Gruppe gezeigt, das schweißt zusammen.“ Und: „Ihr könnt etwas nachweisen für eure Karriere.“

Industriemeister Gerald Auernhammer aus Rohr blickte als „Klassensenior“ humorvoll auf die vergangenen zweieinhalb Jahre zurück. „Am 14. September 2011 trafen sich zwölf Erfolgshungrige an der Berufschule Roth, um das Projekt Industriemeister anzugehen“, berichtete er. Alle Teilnehmer hätten die erste und zweite Prüfung „meisterhaft“ bestanden.

Die dritte Prüfung zur Erreichung der „Basisqualifikation“ mit fünf Fächern sei die schwerste gewesen; auch diese Prüfung sei von allen bestanden worden. Und auch die letzte Prüfung im vergangenen November habe man „meisterhaft“ geschafft. „Wir waren eine sehr harmonische und kameradschaftliche Truppe, es war immer sehr lustig bei uns, und manchmal haben wir auch was gelernt“, lautete sein launisches Fazit.

Man habe aber auch gern miteinander gefeiert und gesellige Abende verbracht. Außerdem habe man zwei Firmenbesuche in Weißenburg und Nürnberg absolviert. „Wir waren eine internationale Klasse“, so  Auernhammer augenzwinkernd unter dem Gelächter der Zuhörer, „unter uns waren ein Russe, ein Kroate und ein Fürther.“

Schöne Geste: Jeder der 15 Dozenten bekam von den frisch gebackenen Meistern ein Weizenglas mit einer Gravur überreicht, die die Industriemeister zusammen mit behinderten Mitarbeitern der „Lebenshilfe“ entworfen hatten.

Nach den Reden und einem gemeinsamen Essen überreichte Werner Häckler die heiß begehrten Urkunden und auch Blumensträuße an die jungen Industriemeister. Ihr Alter liegt zwischen 20 bis Anfang 42 Jahren. Ausgezeichnet wurden Gerald Auernhammer aus Rohr, Andreas Ballenberger aus Haundorf, Florian Dobmeier aus Schwabach, Markus Hindelang aus Nürnberg, Martin Kiehnlein aus Weißenburg, Holger Konrad aus Schwabach, Oliver Koutny aus Tennenlohe, Konstantin Machleidt aus Roth, Anton Pajnic aus Hilpoltstein, Gerhard Rummel aus Rohr-Dechendorf, Rene´ Wagner aus Stein und Tim Zimmermann aus Roth.

ROBERT UNTERBURGER

Foto: Geschafft! Zwölf Absolventen der Fachschule für Maschinenbau freuen sich zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Volker Bauer, Landrat Herbert Eckstein, Bürgermeister Ralph Edelhäußer, Werner Häckler, dem Vorsitzenden der pgn, und dem Klassensenior Gerald Auernhammer über die Ehrung für ihre Leistungen bei der Industriemeisterprüfung.

Foto: Robert Unterburger